Natürlicher Sichtschutz: Zehn Ideen für das Bepflanzen von Terrassen und Gärten

Um die eigene Oase im Grünen gegen neugierige Blicke zu schützen, kann man neben künstlichen Sichtschutz-Elementen wie Sonnensegel oder Senkrecht-Markisen auch auf natürliche Lösungen setzen: Gärtnereien halten viele verschiedene Arten dicht wachsender Gehölze und Blattpflanzen für diesen Zweck bereit. Ob als Hecke an der Grundstücksgrenze oder als natürlicher Sichtschutz rund um die Terrasse: Liguster, Buchsbaum und Co. schotten auf angenehme Art gegen unerwünschte Blicke ab. Wir stellen Ihnen 10 Pflanzenarten vor, die dafür optimal geeignet sind.

Buchsbaum als formvollendeter Sichtschutz

Buchsbaum ist eine klassische Hecken-Pflanze mit immergrünem Blattwerk. Er wächst auf Lehmböden und sehr kalkhaltigen Böden am besten, fühlt sich aber generell in unseren Breitengraden überall zuhause. Beliebt sind Buchsbäume vor allem, weil sie sich hervorragend für die kreative Gartengestaltung durch Baumbeschnitt eignen. In geometrische Formen geschnitten, sorgt ein Spalier aus Buchsbaum-Büschen nicht nur für Sichtschutz, sondern auch für Hingucker. Wenn der Buchsbaum über mehrere Jahre gut gepflegt hochgezogen wird, kann er bis zu zwei Metern Höhe locker erreichen.

Liguster: Wenn es schnell gehen soll

Eine Ligusterhecke ist die Bepflanzung der Wahl, wenn der natürliche Sichtschutz besonders schnell wachsen soll. Denn Liguster zählt zu den am schnellsten wachsenden einheimischen Büschen. Zudem überzeugt er durch pflegeleichte Haltung: Er kann so ziemlich mit jedem Boden umgehen, ist sehr robust und regeneriert sich auch nach einem harten Winter sehr schnell. Bis zu drei Metern Höhe erreicht eine Ligusterhecke. Die Pflanze sollte zwei Mal pro Jahr zurückgeschnitten werden, um eine dichte, stabile Hecke zu erreichen.

Eibe, Hainbuche: Spalierbäume mit Fußfreiheit

Formgehölze wie Hainbuche und Eibe zeichnen sich dadurch aus, dass sie erst ab einer bestimmten Höhe ein vor unwillkommenen Blicken schützendes dichtes Blätterdach ausbilden. Das macht sie zur idealen Wahl für den Sichtschutz auf Grundstücken, bei denen eine niedrige Mauer oder eine vorgelagerte Hecke den unteren Teil abdeckt. Die Spalierbäume, die regelmäßig in die gewünschte Form geschnitten werden müssen, erlauben den Sichtschutz auch in höheren Bereichen von bis zu vier Metern.

Hibiskus: Duftender Sichtschutz

Der Hibiskus, auch Garten-Eibisch genannt, besticht durch nicht nur durch seinen markanten Duft. Pflanzt man mehrere Hibiskus-Büsche in Reihe, kann daraus eine tolle Hecke wachsen. Beliebt ist dies zum Beispiel als farbenfrohe Einfassung für Terrassen. Das Besondere: Hibiskus lässt sich auch in Kübeln halten. Auf diese Weise kann man sich gewissermaßen eine flexible Hecke schaffen, die sich durchaus auch mal umpositionieren lässt. Beim Kauf ist es empfehlenswert, auf winterharte Hibiskus-Arten zu setzen.

Hortensie: Ausladende Hecken in Buschform

Wer gleichzeitig eine blickdichte Hecke von bis zu drei Metern Höhe und ein Blütenmeer haben möchte, sollte zu Hortensien als Sichtschutz greifen. Auf sauren oder ph-neutralen Böden gedeihen diese Pflanzen am besten. Die ausladenden Büsche mit den riesigen Blüten machen speziell im Vorgarten eine gute Figur.

Bambus: schnellwachsende Exoten

Wer exotische Ziergräser mag, kann für den natürlichen Sichtschutz auf der Terrasse oder im Garten auch zum Bambus greifen. Die aus Asien stammenden Pflanzen gelten als äußerst robust und erfreuen das ganze Jahr über mit satt-grünem Blattwerk. In Sachen Wachstumsgeschwindigkeit macht diesem Exoten so schnell keiner Konkurrenz: Werden einjährige Triebe im Frühling gestutzt, kann man sich schon im Sommer über einen dichten Sichtschutz freuen. Wichtig allerdings: Bambus braucht bei hohen Temperaturen besonders viel Wasser. Unter den Bambusarten gilt speziell der Schirmbambus als ideale Hecken-Pflanze.

Ziergras: die etwas andere Abschirmung

Um Blicke abzuschirmen, können auch Gräser eingesetzt werden. Wichtig ist es, auf hochwachsende Arten mit dichtem Wuchs zu achten. Zu den als Hecken-Alternative nutzbaren Ziergräsern zählen zum Beispiel Pampasgras, Riesen-Segge, Chinaschilf und Pfahlrohr. Einige dieser Arten können sogar über Winter stehen bleiben. Im Frühling empfiehlt sich bei allen Ziergräsern der Rückschnitt, damit sie mit voller Kraft neu austreiben können. Beliebt ist diese Form des natürlichen Sichtschutzes zum Beispiel für Balkons oder kleinere Parzellen im Garten. Eine Sonderform ist übrigens der Riesenschachtelhalm, der in Kübeln gehalten wird und dank seines geradlinigen Wuchses besonders geschmackvoll zu modernen Architekturen kombiniert werden kann.

Rhododendron

Wer in einem eher schattigen Umfeld für Sichtschutz sorgen möchte und dafür reichlich Platz zur Verfügung hat, kann zu einer der beliebtesten Pflanzenarten in deutschen Gärten greifen: dem Rhododendron. Diese ausladenden, saftigen Pflanzen lieben schattige Plätze und überzeugen durch robusten Wuchs. Sie benötigen dafür lockere, leicht feuchte Böden. Im Sommer ziehen sie durch ihre Farbenpracht die Blicke auf sich.

Efeu

Wer heimischen Efeu als Sichtschutz nutzen möchte, muss ihm ein Klettergerüst bauen. Denn die Kletterpflanze benötigt ein stabiles Pflanzgitter, straff gespannte Stahlseile oder eine Pergola, um sich in luftige Höhen zu schwingen. Er ist sehr widerstandsfähig und kann Sturm ebenso gut ab wie Niederschläge. Die winterharte Grünpflanze wächst allerdings beständig und sollte deshalb regelmäßig radikal zurück geschnitten werden. Weil der Efeu sogenannte Haftwurzeln entwickelt, mit denen er sich an Mauerwerk, Dächern und Gerüstmaterial verankert, ist der Einsatz nur zu empfehlen, wenn es sich um den eigenen Besitz handelt und nicht um ein gemietetes Haus.

Blauregen – Sichtschutz mit sichtbarer Schönheit

Ein echter Blickfang unter den Hecken- und Sichtschutzgewächsen ist der Blauregen. Im Frühling und Sommer zieht er mit seinen wunderschönen blau-lilafarbenen Blüten die Blicke auf sich. Ähnlich wie der Efeu ist auch der Blauregen eine Kletter- beziehungsweise Rankpflanze und benötigt somit ein Gerüst oder eine Wand zum „Erklettern“. Er stammt ursprünglich aus Asien, kommt aber auch mit unserem Klima in Mitteleuropa sehr gut klar. Da er schnell wächst, sollte er mindestens zweimal im Jahr beschnitten werden.

Als Experten für modernen Sichtschutz freuen wir uns, Ihnen auch Ideen für natürliche Sichtschutz-Lösungen zu vermitteln. Gern beraten wir Sie in unserem Hause.

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