Plissees, Faltrollos und Faltstores

Plisseeanlagen für Sonnenschutz mit Stil und Flexibilität

Plisseeanlagen gehören zu den besonders modernen Arten des innenliegenden Sonnenschutzes. Ein Plissee erinnert auf den ersten Blick zwar ein Stück weit an ein klassisches Rollo, hat jedoch einen ganz eigenen, unverwechselbaren Charakter. Der rührt zum einen von der charakteristischen Faltung her, die diesem Sonnenschutz-System seinen Namen verleiht. Diese Faltung macht es besonders einfach, das Plissee-Rollo ziehharmonikaartig zu einem platzsparenden Paket zusammenzuschieben. Zum anderen zeichnet eine Plisseeanlage ihre besondere Flexibilität aus. Denn dank ihrer Montage an zwei parallelen seitlichen Führungsschienen lassen sich die Faltrollos ganz nach Wunsch in oder auf dem Fenster positionieren. Das ist ein großer Vorteil im Vergleich zu Jalousien oder klassischen Rollos, die generell am oberen Fensterholm oder an der Wand oberhalb des Fensters befestigt werden und nur in ihrer Auszugslänge variabel sind. Im Gegensatz dazu kann ein Plissee nämlich nicht nur von oben nach unten, sondern auch von unten nach oben je nach Bedarf ausgezogen werden.

Einsatzmöglichkeiten für einen Plisseevorhang

Dank seiner flexiblen Art der Montage kann ein Plissee sehr punktgenau als Sonnenschutz eingesetzt werden. Auch die Möglichkeiten, eine Beschattungsanlage als Element der Inneneinrichtung stilvoll zu nutzen, sind bei den Faltstores besonders vielfältig. Denn das Plissee kann ein Fenster nicht nur oben partiell abdecken. Es kann auch mittig platziert werden oder am unteren Fensterrand positioniert werden. Die Spielarten, die sich dadurch für die Innengestaltung eröffnen, sind besonders reizvoll, wenn mehrere Fenster mit Plissee-Rollos nebeneinander liegen. Hinzu kommt das Design der modernen Plisseeanlagen, das in Farbe und Musterung so vielgestaltig sein kann, dass für jeden Bedarf und Einrichtungsstil das passende Modell zu finden ist.

Beim Kauf einer Plisseeanlage empfiehlt es sich, neben der Farbgebung, Struktur und Musterung auch auf den Transparenzgrad der Faltrollos zu achten. Denn je nach Transparenzgrad kann ein unterschiedlicher Grad an Wirksamkeit in der Beschattung durch ein Plissee erreicht werden.

Hierbei unterscheidet man vier Stufen:

  • transparent
  • halbtransparent
  • Dimout
  • Blackout

Ein transparentes Plissee erzeugt eine ähnliche Wirkung wie eine Gardine und bietet neben einem dekorativen Äußeren auch einen leichten Sonnen- und Sichtschutz. Ein halbtransparentes Modell hingegen sorgt für mehr Sichtschutz, lässt jedoch dank seines lichtdurchlässigen Gewebes viel Helligkeit ins Zimmer. Faltrollos mit dem Transparenzgrad „Dimout“ wirken sehr verdunkelnd und lassen nur wenig Helligkeit von außen herein. Sie sind beispielsweise für die Beschattung von Arbeitsplätzen oder Schlafzimmern gut geeignet. Ein Blackout-Plissee schließlich zeichnet sich durch ein so dichtes Gewebe aus, dass eine vollständige Abdunklung erreicht wird.

Zusätzlich zur Transparenz lassen sich Plissees auch nach Beschichtungen auswählen. Dabei kommen vor allem spezielle reflektierende Beschichtungen zum Einsatz, die das Sonnenlicht reflektieren und dadurch nicht nur Helligkeit sondern auch Hitze abhalten. Die Beschichtungen werden entweder aufgedampft oder als komplette Schicht auf die nach außen gerichtete Seite des Rollos aufgebracht.

Die Nutzung und Größe der Plisseeanlagen

Viele Anwender schätzen Faltstores wegen ihrer guten Bedienbarkeit. Die Plissees können entweder mit Griffen an den Führungsschienen oder mit Zugketten oder Zugschnüren manuell eingestellt werden oder sind elektrisch bedienbar. Vor allem bei sehr breiten oder schwer erreichbaren Plisseeanlagen ist die elektrische Einstellbarkeit von Vorteil. Denn je nach Fenstergröße und -design können Plissee-Rollos den Bedürfnissen der Wohnungsbesitzer angepasst werden. Sie können entweder als frei hängende oder als verspannte Konstruktionen gestaltet werden, wobei frei hängende Faltrollos mehr Spielraum in der Breite geben. Generell sind Plissees zwar für die senkrechte Montage gedacht, können jedoch eine gewisse Neigung haben. Deshalb lassen sich auch an Dachfenstern problemlos Plisseeanlagen montieren. Passend werden die Rollos durch den individuellen Zuschnitt gemacht – denn sie können neben dem klassischen rechteckigen Format auch in Form von Dreiecken oder Halbkreisen gestaltet sein. Dank dieser Vielfalt ist für jede Fensterart und -form das passende Faltrollo erhältlich.

Das Material und die Herstellung von Plissee-Rollos

Bei der Auswahl einer Plisseeanlage spielt auch das Material eine wichtige Rolle. Hier sind die Hersteller etwas eingeschränkt, denn nicht alle Materialien lassen sich permanent falten. Vor allem Naturfasern verweigern sich dieser Behandlung. Als besonders geeignet zum Plissieren haben sich jedoch Kunststoffmischungen mit Polyester erwiesen. Die Herstellung erfolgt entweder maschinell oder manuell, die Faltungen werden durch den gezielten Einsatz von Hitze, Feuchtigkeit und Druck erzeugt.

Etwas aufwändiger als die Produktion einfacher Plissees ist die Herstellung von Wabenplisseeanlagen, bei denen eine doppelte Materialschicht verwendet wird. So entstehen Luftpolster zwischen den gefalteten Gewebebahnen. Und diese Luftpolster machen ein Faltrollo im Waben-Stil nicht nur optisch besonders reizvoll, sondern haben auch eine bessere Wärmedämmung zur Folge. Außerdem hilft die zweite Stoffbahn, die zur Konstruktion einer Plisseeanlage unverzichtbaren senkrechten Führungsschnüre abzudecken, was dem Gesamtbild einen noch gefälligeren Eindruck verleiht.